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Lebensversicherungen im Erbfall

Hat ein Verstorbener eine Lebensversicherung hinterlassen, in der er einen anderen als den Erben als Bezugsberechtigten eingesetzt hat, kann es erhebliches Streitpotential zwischen dem Erben und dem anderen geben: Die Benennung des Bezugsberechtigten kann gegenüber der Versicherung nach dem Versterben des Versicherten nicht mehr widerrufen werden. Die Benennung ist aber zugleich ein Schenkungsangebot an den Bezugsberechtigten. Dieses Angebot wird aber erst wirksam, wenn der Berechtigte Kenntnis, also Mitteilung erhalten hat, bezugsberechtigt zu sein.
Hinzu kommt, dass Schenkungen, wenn sie rechtlich bindend sein sollen, der notariellen Beurkundung bedürfen (§ 518 Abs. 1 BGB). Auf das Erfordernis der notariellen Beurkundung kommt es nur dann nicht mehr an, wenn ausgezahlt worden ist (vgl. § 518 Abs. 2 BGB).
Das bedeutet: Das Schenkungsangebot kann nach dem Ableben des Versicherten vom Erben noch widerrufen werden. Dazu ist erforderlich, aber auch ausreichend, dass der Erbe dem Versicherungsunternehmen untersagt, den Bezugsberechtigten über sein Bezugsrecht zu informieren. Erledigt dies der Erbe, noch bevor das Versicherungsunternehmen die Versicherungssumme an den Bezugsberechtigten auszahlt, bekommt der Erbe das Geld, nicht aber mehr der Bezugsberechtigte. Ist dagegen von der Versicherung bereits an den Bezugsberechtigten ausgezahlt, geht der Erbe leer aus.
Nach einem Erbfall sollte der Erbe also schnell prüfen, ob und was für Lebensversicherungen hinterlassen wurden.

 

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