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Trennung und Scheidung bei Selbständigen

Bei einer Trennung und Ehescheidung ist es unumgänglich, die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Eheleute aufzuteilen.

Zu denken sei an gemeinsame Konten, an Geldanlagen ebenso wie an Kreditlasten, an Immobilien, an eventuelle Unternehmensbeteiligungen und nicht zuletzt an die Unterhaltsfragen.

Besonders aufwändig wird dies bei Selbständigen. Zunächst muss festgestellt werden, wem welche Unternehmenswerte zuzuordnen sind. Diese sind dann zu bewerten, um Grundlagen für die Berechnung von Unterhalt und Zugewinn zu haben. Zugleich muss aber auch das Interesse des Unternehmers geschützt werden, seinen Betrieb zu erhalten, ihn nicht zerschlagen oder verkaufen zu müssen, nur um den Ehepartner auszahlen zu können. Betreiben beide Eheleute das Unternehmen – man denke an die durch-aus häufigen Familienbetriebe – ist eine Aufspaltung oft unausweichlich.

Dies alles ist für die Weiterexistenz eines Unternehmens oft lebensbedrohend, obwohl es doch auch im Interesse des anderen Ehepartners und der Kinder liegt, Vermögensauseinandersetzung und Unterhaltsberechnung sachgerecht und mit Augenmaß vorzunehmen. Denn was nützt ein zu Zugewinnausgleich und Unterhalt verurteilter Ehepartner, dessen Unternehmen im Ergebnis finanziell ausblutet oder gar „versilbert“ werden muss, um zahlen zu können? Auch hier gilt „Eine Kuh soll man melken, aber nicht schlachten.“

Es ist daher wichtig, mit Augenmaß wertgenaue Berechnungen vorzunehmen. Gerade dies aber ist eine leider auch von vielen Unschärfen der Rechtsprechung gekennzeichnete Materie. Vor allem sind Berechnungsmethoden der Familiengerichte teils diametral abweichend von steuerlichen Bewertungsmethoden. Ich kann daher immer nur empfehlen, auf außergerichtliche, ausgewogene und die beiderseitigen Interessen angemessen berücksichtigende Lösungen zu setzen. Das spart meist weit mehr Geld, Zeit und Nerven als jahrelange Gerichtsstreite.

Übrigens: Wer sich als Verheirateter mit dem Gedanken trägt, ein Unternehmen zu gründen oder Anteile daran zu erwerben, sollte auch die Absicherungsmöglichkeiten einer Gütertrennung und testamentarischer Absicherung der Eheleute bedenken. Dies kann von vornherein viele Streitfragen und Unsicherheiten vermeiden.

Rechtsanwalt Volker Baum, Hennigsdorf und Kremmen
Fachanwalt für Familienrecht seit 2002

 

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