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Leider erlebt der Autor oft, wie Eltern sich nach ihrer Trennung erbittert über ihre gemeinsamen Kinder streiten. An vorderster Stelle steht dabei – „natürlich“ – die Frage, bei wem das Kind künftig leben „soll“.

Wer also bestimmt, bei wem das Kind künftig seinen Wohnaufenthalt hat. Juristisch geht es also um das Aufenthaltsbestimmungsrecht, d.h. das Recht den Ort zu bestimmen, an dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat.

Bei gemeinsamem Sorgerecht der Eltern steht das Recht über die Aufenthaltsbestimmung beiden Eltern gemeinsam zu. Leben die Eltern getrennt oder sind sie geschieden, üben sie grundsätzlich weiterhin das Sorgerecht gemeinsam aus, wird die Aufenthaltsbestimmung ebenfalls weiterhin gemeinsam ausgeführt. D. h. im Idealfall einigen sich die Eltern, bei wem das Kind lebt und wem es „nur“ Umgang hat. Dabei geht es stets und immer allein um ein einziges Kriterium: das Wohl des Kindes, bzw. (leider) oft richtiger: Was ist angesichts der Trennung der Eltern das für das Kind am wenigsten Einschneidende?

Denn leider verlieren die Eltern häufig in ihrer von vielen (negativen) Emotionen geprägten Auseinandersetzung ihr gemeinsames Kind aus dem Blick. Es wird oft – ohne dass die Eltern es wahrnehmen – von ihnen nur noch zu einem Objekt gemacht, auf das man gegenüber dem anderen Elternteil meint einen Besitzanspruch zu haben, weil man den anderen für den schlechteren, sich selbst aber für den besseren Elternteil hält, der sich doch schon immer viel mehr oder viel „richtiger“ um das Kind gekümmert habe.

Darauf kommt es aber nur in zweiter Linie an. Viel wichtiger ist, wie es dem Kind geht, wie es die – seelisch stark belastende – Situation der Trennung der Eltern verarbeitet und erfahren kann, dass die Eltern zwar nicht mehr miteinander zusammenleben, aber trotzdem beide weiterhin für das Kind da sind. Es geht darum, dem Kind das Gefühl und auch die tatsächliche Erfahrung zu vermitteln, dass es der wichtigste Mensch für die Mama und genauso für den Papa ist und sich daran auch nichts ändert, wenn sich die Eltern trennen. Dies erfordert vor allem Respekt und ernst nehmen, gegenüber dem Kind, genauso und im gleichen Maße gegenüber dem anderen Elternteil. Nur wenn beide Eltern – und zwar gemeinsam – zuallererst und immer das gemeinsame Kind im Blick haben, kann es gelingen, die Trennung so zu gestalten, dass die wichtigsten Menschen in unserem Leben, unsere Kinder, keinen seelischen Schaden davontragen.

Die Eltern, denen dies nicht allein gelingt, sollten sich nicht zu schade sein, die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen, seien es das Jugendamt, kinder- und familientherapeutische Einrichtungen oder – wenn es etwa auch Fragen des Unterhalts- und andere Trennungsprobleme der Eltern betrifft – der Hilfe fachlich qualifizierter, berufs- und lebenserfahrener Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Die Familiengerichte sollen nur dann eingreifen und entscheiden, wenn es wirklich keine andere gemeinsame Lösung mehr gibt. Aber: es gibt Lösungen, in den allermeisten Fällen…

Volker Baum, Hennigsdorf und Kremmen
Fachanwalt für Familienrecht seit 2002

 

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